Grünes Rechenzentrum

In fast allen Bereichen des täglichen Lebens steigt wegen der Digitalisierung und der Technologisierung der Energiebedarf und der -verbrauch, so natürlich auch in der IT-Branche. Selbstverständlich wird auch in diesem Segment mit Hochdruck daran gearbeitet, mehr Umweltfreundlichkeit zu erzeugen und den Aufwand an Rohstoffen und Energie zu reduzieren. Diese Entwicklung lässt sich unter dem Oberbegriff “Green IT” zusammenfassen. Ein Teilbereich davon beschäftigt sich mit Rechenzentren und den Möglichkeiten, diese umweltfreundlicher zu gestalten. Das Ergebnis ist im besten Fall ein grünes Rechenzentrum.

Was macht ein Rechenzentrum grün?

Als Rechenzentrum bezeichnet man insgesamt vor allem Standorte, an denen die Rechentechnik ganzer Unternehmen gesammelt ist. Das kann ein einzelnes Gebäude, ein spezieller Raum oder ein großflächiges Gelände sein. Oft betritt man an diesen Orten Räume, die menschenleer sind – nur schnurrende Server mit vielen Kabeln und bunt leuchtenden Kontrolllämpchen sind zu finden. Rechenzentren benötigen eine unwahrscheinlich große Menge an Energie, um alle Geräte am Laufen zu halten. Ein grünes Rechenzentrum ist im Hinblick auf energetische Nachhaltigkeit optimiert.

Schätzungsweise zwei Prozent des deutschen Strombedarfs kommen aus Rechenzentren. Und – jeder kennt das, beispielsweise vom Aufladen des eigenen Handys – wo so viel Strom fließt, wird es warm. Die Rechner arbeiten rund um die Uhr, dementsprechend liegt die Raumtemperatur in Rechenzentren in der Regel verhältnismäßig hoch. Zudem spielt die elektrostatische Ladung dort eine Rolle. All das muss bei der Einrichtung eines Rechenzentrums bedacht werden. Ein grünes Rechenzentrum wird deswegen normalerweise schon unter Einbeziehung all dieser Faktoren gebaut.

Man versucht, Verschwendung vorzubeugen

Ein grünes Rechenzentrum versucht in der Regel, Verschwendung von Energie und Rohstoffen zu verhindern. So sind im durchschnittlichen Betrieb eines normalen Rechenzentrums eigentlich nur 10 oder 20 Prozent der Serverkapazität ausgelastet. Trotzdem müssen die Rechner selbstverständlich rund um die Uhr fehlerfrei laufen. Eine Strategie zur Steigerung der Effizienz und damit zur Senkung des Energiebedarfs, den das Rechenzentrum hat, ist die Konsolidierung. Dabei werden verschiedene Systeme zusammengesetzt und die Zahl an Rechnern reduziert.

Rund 35 Prozent bis die Hälfte aller Stromkosten, die ein normales Rechenzentrum verursacht, gehen auf die Temperaturentwicklung zurück. Wo viele Hochleistungsrechner an einem Ort sind, viele informationstechnologische Operationen im selben Moment stattfinden, wird es warm. Die Green IT versucht, Rechenzentren von vornherein baulich so anzulegen, dass es genügend Kaltgänge und Luftströme gibt. Im besten Fall nutzt man dann natürliche Ströme, um die Server zu kühlen und muss dies nicht – rund um die Uhr – per Klimaanlage tun.

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IT und Umweltbewusstsein zusammen

Grüne Rechenzentren unterscheiden sich rein ihrer Funktion nach nicht von “normalen” Rechenzentren. Auch hier sind Hochleistungsrechner und Server positioniert, die bestimmte Systeme am Laufen halten und vom entsprechenden Personal gut gepflegt werden müssen. Die Server müssen rund um die Uhr laufen und dem Kunden zur Verfügung stehen. Dadurch fällt ein enormer Energiebedarf an. Unter anderem versucht die Green IT diesen auf verschiedene Weisen zu senken. Ein anderer Aspekt grüner Rechenzentren ist auch der Umgang mit Müll und Rohstoffen.